Wachstumsschmerz

Homeschooling. Bachelorarbeit. Yogastudio. Brand.

Puh.

Selten habe ich so viel Schmerz gespürt wie in diesem Jahr.

Eigentlich passte der Begriff "Berufsoptimistin" ziemlich gut zu mir. Immer eine Lösung parat. Weiter. Komm, das wird schon.

Dieses Mal nicht.

Die Luft wurde immer dünner.

Meine Abschlussarbeit schreiben während der 4. und 5. Klässler mit Erich Kästner und Bruchrechnung beschäftigt waren. Klappt.

Bedingt.

Meist nachts.

Corona.

Yogastudio und Corona. Klappt tatsächlich auch.

Bedingt.

Per Zoom.

Selbstständig und ein Brand.

Yogastudio ohne Strom, Wasser und Heizung.

Klappt auch.

Bedingt.

Auf der Dachterrasse, im E-Werk und später mit Wassereimer neben dem WC und Strom aus dem Nachbarhaus. Ich bin sehr dankbar über diese Möglichkeiten und die Unterstützung. Eine Wahnsinnserfahrung, wenn man sich von allen Erwartungen frei macht. Yoga kann man fast überall und unter den verrücktesten Umständen praktizieren und unterrichten.

Aber ganz ehrlich...

Der YogaRaum ist ein Ort zum Wohlfühlen, Entspannen und Loslassen.

Mir ist noch klarer geworden, wie wichtig ein fester Raum für mich ist.

Der YogaRaum hat eine wundervolle Energie. 37 Jahre haben Ballerinas dort tanzen gelernt. Dieser Raum ist magisch.

Es wird Zeit, dass nun Ruhe einkehrt.

Das ist es, wonach ich mich am meisten sehne.

Lange war nicht klar, ob wir im YogaRaum bleiben können. Wir haben viele Räume besichtigt und Szenarien durchgespielt.

Als ich mich vor einem Jahr für den YogaRaum entschieden habe, habe ich das mit dem tiefen Wunsch und der großen Sehnsucht getan, einen Raum zu schaffen, in dem wir alle wachsen können. Ein Ort für die Yogis, Yoginis und mich, nach der Schließung des Yoga OH!. Der Wunsch war größer als die Angst vor dem Scheitern.


Ohne Heizung und Wasser fehlte mir aber die Perspektive für den Raum. Seit einer Woche haben wir nun wieder fließend Wasser und es ist wieder warm.

Und jetzt, wo wieder alles funktioniert, weiß ich, dass es Zeit ist, einen Schritt zurückzutreten. Kraft tanken. Inne halten.


Die Struktur des YogaRaumes darf sich jetzt verändern. Die Verantwortung verteilt sich nun auf vielen Schultern. Jede:r bringt seine Stärken ein. Gemeinsam tragen wir Yoga in die Welt. Jede:r auf seine Weise.


Ich freue mich so sehr auf alles was kommt.

Deine Susann


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